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Internationale Tagung

an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main in Kooperation mit der Universität Hamburg

 

4. – 7. Oktober 2011

 

Die internationale Tagung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Vereinigung von Freunden und Förderern der Johann-Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main e.V. gefördert.

Mit Unterstützung des Jüdischen Museums (Frankfurt/Main), des Fritz Bauer Instituts (Frankfurt/Main) und der P. Walter Jacob-Stiftung

Organisatorinnen:

Prof. Dr. Susanne Komfort-Hein (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe Universität Frankfurt)

Prof. Dr. Doerte Bischoff (Institut für Germanistik II, Leiterin der Walter-A.-Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur, Universität Hamburg)

 

Die Tagung soll der Exilforschung, die sich zumal im germanistischen Kontext bislang weitgehend auf das Exil aus Nazideutschland 1933-45 beschränkt hat, richtungsweisende neue Impulse geben, indem sie die zeitliche und räumliche Ausweitung von Exil-Phänomenen sowie eine kulturwissenschaftliche Reflexion der Verhältnisse zur Diskussion stellt, in die Literatur und Exil im 20. und 21. Jahrhundert treten.

Die Tagung ist ein gemeinsames Projekt der Goethe-Universität und der Universität Hamburg und steht im Zusammenhang mit einem gemeinsamen größeren Forschungsprojekt: Exil und Hybridität. Poetiken jenseits des nationalen Paradigmas.

 

Programm

 

Dienstag, 4. Oktober 2011

Öffentliche Abendveranstaltung im Jüdischen Museum, Frankfurt/M.

(Untermainkai 14-15)

 

19.15: Begrüßung

19.30: Eröffnungsvortrag: Elisabeth BRONFEN (Zürich): Die Kunst des Exils

20.30: Lesung: Doron RABINOVICI (Wien): Andernorts

 

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Tagungsort: IG Farben Haus / Eisenhower Raum (IG 1.314)

 

09.00   Begrüßung / Einführung

Doerte BISCHOFF (Hamburg)/Susanne KOMFORT-HEIN (Frankfurt)

 

I. Exil – (Trans)Migration – Hybridität

Moderation: Doerte Bischoff (Hamburg)

9.45-10.30 Claus-Dieter KROHN (Lüneburg):

Die Herausforderungen der Exilliteraturforschung durch die Akkulturations- und Hybridtheorie

10.30-11.15 Sabina BECKER (Freiburg i.Br.):

Transnational, interkulturell und interdisziplinär. Das Akkulturationsparadigma der Exilforschung. Bilanz und Ausblick

Kaffeepause  

11.30.-12.15 Stephan BRAESE (Aachen): „It don’t mean a thing“ – Der Aufprall des deutschen Exils auf den US-amerikanischen Jazz

14.15-15.00 Wolfgang BENZ (Berlin): Wann endet das Exil? Migration und Akkulturation - Überlegungen in vergleichender Perspektive

 

II. Räume und Grenzen

Moderation: Claudia Röser (Hamburg)

15.00-15.45 Cornelia BLASBERG (Münster): „Europa“. Zur Codierung eines Kulturraums in wissenschaftlichen und literarischen Schriften des Exils

Kaffeepause

16.00-16.45 Bernhard GREINER (Tübingen): San Francisco im Osten und Ramses im Westen: Deterritorialisierung exilischer Existenz in Kafkas „Verschollenem“

16.45-17.30 Alfrun KLIEMS (Leipzig): Transterritorial – Translingual – Translokal. Ostmitteleuropäische Schriftsteller zwischen national verstandenem Exil und transkulturellen Poetiken

Kaffeepause

Moderation: Jesko Bender (Frankfurt)

17.45-18.30 Michael HOFMANN (Paderborn): Zwischen Eurozentrismus und Hybridität: "Südamerika" bei Anna Seghers, Erich Arendt und Paul Zech

18.30  Abendvortrag: Ottmar ETTE (Potsdam): Migration und Konvivenz

 

Donnerstag, 6. Oktober 2011

 

III. Gemeinschaft(en) und/im Exil

Moderation: Juliane Prade (Frankfurt)

09.30-10.15 Vivian LISKA (Antwerpen): Exil und Exemplarität. Jüdische Wurzellosigkeit als Denkfigur

10.15-11.00 Ruth MAYER (Hannover): Exil, Internierung, Insularität. Zur frühen chinesisch-amerikanischen Literatur als diasporischer Selbstverortung

Kaffeepause

11.15-12.00 Bettina BANNASCH (Augsburg): Herrenloses Heimweh. Heimat und Exil in der Prosa Herta Müllers

14.00-14.45 Patrick FARGES (Paris): Exilerfahrung und Refiguration von Männlichkeitskonzepten: eine neue Perspektive auf das „Israel-Korpus“

 

IV. Erinnerung und Exil

Moderation: Susanne Komfort-Hein (Frankfurt)

14.45-15.30 Andrea REITER (Southampton): Tradierung und Neukonzeption des Exils im Selbstverständnis und in der Literatur der Post-Shoah Generation in Österreich

Kaffeepause

15.45-16.30  Barbara THUMS (Tübingen): Zumutungen, Ent-Ortungen, Grenzen: Ilse Aichingers Poetik des Exils

16.30-17.15 Liliane WEISSBERG (Philadelphia): Freuds Exil

Kaffeepause

17.30-18.15 Gianluca SOLLA (Verona): Es bleibt die Fremdsprache: Josephus in Rom

 

Freitag, 7. Oktober 2011

 

Moderation: Sebastian Schirrmeister (Hamburg)

09.00-09.45 ZHUANG Wei (Hangzhou/Frankfurt/M.): Erinnerungskulturen des jüdischen Exils in Shanghai

V. Übersetzung und Exil

09.45-10.30 Mona KÖRTE (Berlin): Mehrsprachigkeit als ‚verdoppelte Seinserfahrung’. Sprachenwechsel als poetische Autonomieerfahrung im Exil am Beispiel Georges Arthur Goldschmidts

Kaffeepause

10.45-11.30 Robert KRAUSE (Freiburg i.Br.): Kulturelles Übersetzen als Medium der Akkulturation

11.30-12.00 Doerte BISCHOFF (Hamburg) und Susanne KOMFORT-HEIN (Frankfurt): Ergebnisse und Ausblick

12.00   Schlussdiskussion

 

Das vollständige Tagungs-Programm findet sich als Folder hier

Literatur_und_Exil_Folder

Gestaltung: Institut für Gebrauchsgrafik

 

Ankündigungstext und Beschreibung

 

 

Die Tagung ist öffentlich und die Teilnahme kostenlos. Zur besseren Planung bitten wir alle Interessentinnen und Interessenten um eine kurze Nachricht per E-Mail an: Bernhard@lingua.uni-frankfurt.de

 

Ausblick: Ringvorlesung: Exil - Literatur - Judentum in Hamburg

Tagungsbericht auf H-SozKult

 

 

geändert am 23. Januar 2012  E-Mail: Webmasteru.rauscher@lingua.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 23. Januar 2012, 11:39
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